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Semaphortürme

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ger. Semaphortürme; engl. Semaphore Towers

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Semaphortürme sind Türme aus Stein oder Holz, die mit einer Plattform abschließen, die ein Signalgestänge trägt. Sie sind Stationen des Semaphoren-Systems und jeweils mit einer Mannschaft belegt. Haupt-Semaphorturm ist der auf dem Haufen in Ankh-Morpork, der das eine Ende des mehr als zweitausend Meilen langen und über den ganzen Kontinent bis nach Gennua reichenden Großen Stranges bildet. Weitere bekannte Beispiele sind Turm 93 und Turm 181.

Bauform

Es gibt Semaphortürme in diversen Formen, da bei ihnen die reine Zweckmäßigkeit im Vordergrund steht. Sie müssen eine Höhe aufweisen, die es erlaubt jeden ihrer Nachbartürme zu sehen, ohne durch Landformationen oder Vegetation verdeckt zu sein.

Semaphortürme bestehen aus einem breiten Turmsockel und einem schlankeren Aufbau. Dies soll Angreifern den Zugang erschweren. Im Aufbau befindet sich ein Arbeitsraum und darüber eine abschließende Plattform mit dem Signalgestänge. Vom Signalgestänge führen Seile direkt in den darunter liegenden Arbeitsraum.

Der Arbeitsraum besitzt mindestens je ein Fenster mit Blick in Richtung der Nachbartürme, damit der Beginn einer Übertragung stehts erkannt wird. Im Arbeitsraum befinden sich Schreibtische und Armaturen zur Bedienung der Signalklappen.

Es gibt auch transportable Semaphortürme, die bei Bedarf eingesetzt werden und zum Beispiel defekte Türme während der Reparatur ersetzen oder zu temporär wichtigen Orten, wie Kriegsschauplätzen, Verbindungen schaffen.

Signalgestänge

Das Signalgestänge besteht aus einem mastartigen Hauptträger mit mindestens zwei, für Duplexbetrieb vier, Querbalken an deren Enden sich mindestens acht bewegliche Signalklappen befinden. Über die daran angebrachten Zugseile werden die Klappen über Gelenke umgeschwenkt und zeigen so wechselweise ihre schwarze oder weiße Seite.

Für den Nachtbetrieb werden die Signalklappen durch rote und grüne Laternen ersetzt. Die allabendliche Umrüstung erfordert eine gefährliche Kletterei im Gestänge und wird nur von erfahrenen Mitgliedern der Semaphormannschaft durchgeführt. Es hat bereits viele tödliche Unfälle gegeben.

Belegschaft

Die Besatzung eines Semaphorturms besteht aus wenigsten zwei Personen, damit ein 23-Stunden-Betrieb möglich ist. Eine Stunde täglich, die so genannte Stunde der Toten, dient der Wartung.

Ein Mitglied des Semaphorsystems versteht sich voller Stolz als Teil eines kontinentumspannenden, zuverlässigen Systems, das vollsten Einsatz und große Verantwortung erfordert. Es gibt fast so etwas wie eine verschworene Bruderschaft der Semaphorturm-Leute. Auch halten sich Gerüchte, dass die Namen von im Dienst verunglückten Kollegen jede Nacht im so genannten Overhead über alle Semaphortürme von Küste zu Küste echoen.

Für den Notfall sind in jedem Semaphorturm Signalraketen vorhanden, die abgefeuert werden können, um die Kollegen der Nachbartürme selbst dann noch zur Hilfe zu rufen, wenn das Signalgestänge zerstört ist.

Private Stationen

Nicht nur der Patrizierpalast oder die Ankh-Morpork-Times besitzen einen eigenen Semaphorturm, auch wohlhabende Bürger haben sich bereits eigene Türme auf ihre Dächern stellen lassen.

Es gibt auch begeisterte Anhänger der Technik, die nicht auf einem der offiziellen Semaphortürme arbeiten und auch nicht die Summe für einen Privatanschluss aufbringen können. Sie basteln sich eigene Semaphortürme und schalten sich, nicht immer legal, in den Nachrichtenverkehr ein. Wie zum Beispiel die Semaphor-Guerilla Rauchendes GNU.

Anspielungen

Die Semaphortürme und das Semaphorsystem sind Anspielungen auf Internet und E-Mail.

Bücher, in denen Semaphortürme erwähnt werden

Persönliche Werkzeuge