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Barbaren

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*[[Kriecher der Unhöfliche]]
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*[[Nijel Hasenfuß]] (Als Autodidakt und wegen atypischem biographischen Hintergrund möglicherweise nur unter Vorbehalt.)
*[[Organdy Sloggo]]
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*[[Ronald Zervelatwurst]]
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Version vom 19:49, 14. Dez. 2008

ger. Barbaren; engl. Barbarians

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Unter Barbaren versteht man meist den spezifischen Heldentypus des barbarischen Helden, obwohl das Wort eigentlich vor allem die Angehörigen mittländische Völker mit niedrigem Zivilisationsstandard bezeichnet oder, als Schimpfwort benutzt, jemanden als unzivilisierte Person verunglimpft.

Tatsächlich scheinen einst viele Männer aus den Mittlanden den Beruf des barbarischen Helden ergriffen zu haben. Es war sicher ein Weg, den dort herrschenden bescheidenen Verhältnissen zu entkommen.

Barbarische Helden

Ihre fliehenden Mitmenschen nennen sie Barbaren, sie selbst bezeichnen sich gerne als Helden. Barbarische Helden sind wilde, unzivilisierte Kämpfer und vollbringen heroische Taten, wert in Liedern besungen zu werden.

Barbarische Helden sind Kinder einer Geisteswelt, die vom Erobern geprägt ist. Ein Mann mit dem Schwert in der Hand zwingt der Welt seinen Willen auf. Ein barbarischer Held kämpft gegen Ungeheuer, stürzt Tyrannen, erringt kostbare Schätze und rettet Jungfrauen. So beschreibt man seine Tätigkeit wohlwollend. Kritiker reden hingegen von Mord, Totschlag, Putsch, Plünderung, Tempelraub und Schändung ehrbarer Töchter. In der immer modernder werdenden Scheibenwelt überwiegen die Kritiker.

Die Scheibenwelt ist in vielen Gegenden ziemlich zivilisiert. In etlichen Regionen gelten nicht nur Gesetze, sie werden oft sogar durchgesetzt. In den Städten blüht Handel, Handwerk, Gewerbe, Kunst und - zumindest in Ankh-Morpork - das offiziell organisierte Verbrechen. In dieser rasch durch Zeitungen und Semaphortürme zusammenwachsenden Scheibenwelt stellen die archaischen barbarischen Helden einen Atavismus dar und ein Problem.

Die letzten verbliebenen barbarischen Helden wissen dies. Es gibt inzwischen nur mehr eine Hand voll. Es scheint kaum Nachwuchs zu geben. Die letzten Heroen sind ein zähes Häufchen alter Männer. Sie sind seit vielen Jahrzehnten nicht nur gewohnt, zu kämpfen sondern vor allem zu siegen. Und sie wollen mit dieser Tradition nicht brechen. Da sie nichts anderes so gut können wie Überleben, fahren sie damit fort.

Barbarische Helden halten sich an keine Vorschriften oder Regeln. Gesetze werden ignoriert. Mit dieser Haltung stehen sie im Gegensatz zu allen organisierteren Formen des Zusammenlebens und passen immer weniger in die dem Fortschritt zugewandte Scheibenwelt. Jedoch achten sie einen Kodex der Heldenehre. So werden beispielsweise tote Gegner geachtet, Gräber nicht geplündert und dem Feind stets eine Chance gewährt, in welcher Form auch immer.

Üblicherweise sind barbarische Helden an Besitz nicht wirklich interessiert. Der Erwerb von Reichtümern, in ihrem Fall also das Erobern und Rauben, ist vergnüglich. Ebenso vergnüglich ist das Ausgeben des eroberten Schatzes. Der Besitz wird rasch und leichtfertig wieder vergeudet. Reue kennen barbarische Helden deshalb aber nicht. Man kann ja wieder ausziehen, um neue Schätze zu erwerben.

In diesem Wechsel von Erobern und Verprassen wirkt das Leben eines barbarischen Helden unstet und ziellos. Doch das ist nicht ganz richtig. Ein wahrer barbarischer Held zieht zwar eine qualmende Spur durch die materielle Welt, doch strebt er dabei stets auch nach einem höheren Ziel, nach Ruhm. So ist es Brezock dem Barbaren sehr wichtig, dass die Ankh-Morpork Times die Falschmeldung berichtigte, er würde im Kampf Tische benutzen. Die Graue Horde schließlich, die Gruppe erfahrener barbarische Helden, die Dschingis Cohen, der größte aller Barbaren, um sich scharte, ging noch weiter. Sie wählte nicht nur ein heroisches Ende, mit dem sie die ganze Welt rettete, sie brachte zur Dokumentation gleich einen Bänkelsänger mit.

Bekannte Barbaren

Bücher, in denen Barbaren vorkommen

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