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Gaspode

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ger. Gaspode; engl. Gaspode

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Gaspode ist ein Straßenköter und lebt, meistens zumindest, in Ankh-Morpork. Magische Strahlung veränderte sein Hunde-Wesen. So verfügt er für einen Hund über recht beträchtliche Intelligenz und kann sprechen.

Gaspode und der Mythos vom sprechenden Hund

Gaspodes besondere sprachliche Begabung ist vermutlich für die Entstehung eines in Ankh-Morpork kursierenden urbanen Mythos verantwortlich: Ein sprechender Hund soll beinahe von jedermann unbemerkt in der Stadt leben. In jedem Fall macht Gaspode von seiner Stimme ziemlich ungeniert Gebrauch, ohne dass es bemerkt wird. Die Wahrnehmung der meisten Menschen wird nicht nur von ihren Sinneseindrücken, sondern auch von ihrem Wissen beeinflusst. Da jedermann zu wissen glaubt, dass Hunde nicht sprechen können, vermuten die meisten Leute, die Gaspode hören, eine Sinnestäuschung, oder sie meinen, selbst laut gedacht zu haben. Diesen Umstand nutzt Gaspode kaltblütig zum Betteln aus. Er manipuliert dreist die Gedanken der Passanten, in dem er ihnen sagt, was er von ihnen will und darauf hofft, dass sie es für ihre eigenen spontanen Gedanken halten, dem sie dann natürlich nachkommen. Oft genug klappt es.

Ein schäbiger Halunke mit einem treuen Herz

Gaspode ist kein eindrucksvoller oder schöner Hund. Er ist ein typischer Straßenköter, der nicht nur die Merkmale gleich mehrerer Rassen, darunter möglicherweise Terrier und Spaniel in sich vereint. Darüber hinaus ist er von den verschiedensten Krankheiten befallen ist, darunter sogar einige, die Hunde eigentlich gar nicht bekommen können. Sein Fell, soweit es nicht ausgefallen ist, zeigt ein schmutziges Gelb-Grau. Er hat den Charakter und die Moral eines Kleinkriminellen, eines geriebenen Straßenganoven, der zu jeder Gaunerei bereit ist, um sich durch zu bringen, aber im Innersten seine Anständigkeit bewahrt hat. Er ist und war stets ein Guter Hund. Er biss nie die Hand, die ihn fütterte und weiß, dass er des Menschen bester Freund und treuer Begleiter ist, auch wenn diese Vorstellung als entwürdigend ablehnt und sich selbst lieber als eine Art deformierter Wolf betrachtet. Seine Gutherzigkeit versucht er unter einer zähen Schicht Zynismus zu verbergen. Karotte Eisengießersohn weiß um diesen Komplex und versteht es, ihn bei Bedarf geschickt auszunutzen. So wird Gaspode in Der fünfte Elefant/The Fifth Elephant zum Beispiel von Karotte sanft genötigt, ihm bei der Verfolgung von Angua nach Überwald als Führer zu dienen.

Gaspode und Schwächere

Gaspode ist recht intelligent und gelegentlich auch recht hilfsbereit, besonders, wenn er sich in gewisser Weise überlegen fühlen kann und einen materiellen Vorteil aus seiner Hilfe ziehen kann. In Voll im Bilde/Moving Pictures betreut er in Holy Wood den zwar sehr imposanten, aber recht unbedarften Wunderhund Laddie, der dafür sein Futter mit ihm teilt. Später, wieder in Ankh-Morpork, schließt er sich dem Stinkenden Alten Ron und seinen Bettlerfreunden von der Grässlichen Gruppe an. Er ist meistens die Stimme, die spricht, wenn der Stinkende Alte Ron etwas vernünftiges sagt oder ernsthafte Verhandlungen führt. Im Gegenzug versorgen sie ihn.

Tiefer Knochen und Fiffiliebling

In Die volle Wahrheit/The Truth tritt Gaspode auch in Verkleidungen und unter Decknamen auf. Als es für Hunde wie ihn, die entfernt an Terrier erinnern, auf den Straßen Ankh-Morporks nicht mehr sicher ist, verkleidet er sich als rosa Pudel und nennt sich Fiffiliebling. In dieser Maske und unter dem Pseudonym Tiefer Knochen, dem gesichtslosen Zeitungsinformanten, konnte er wesentlich zur Aufklärung einer Verschwörung gegen den Patrizier, Lord Vetinatri, beitragen.

Gaspode und Angua

Gaspode versteht sich als Freund von Angua von Überwald und glaubt absurderweise, ab und zu auf sie aufpassen zu müssen. Gaspode lernte Angua kennen, kurz nachdem sie in Helle Barden/Men At Arms nach Ankh-Morpork kam. Er bot ihr seine Dienste im Gegenzug für Würstchen an. Tatsächlich half Gaspode Angua beim Zusammentreffen mit dem Großen Fido und im Kampf gegen ihren Bruder Wolfgang, in dem er in echter Ankh-Morpork-Manier ihn dorthin biss, wo es für einen männlichen Wolf sehr schmerzhaft ist. Gaspode wäre am liebsten selbst ein Wolf.


"Ich hätte ein Wolf sein können - mit anderen Eltern."


"I could've bin a wolf, you know. With diff'rent parents, of course."

Der fünfte Elefant/The Fifth Elephant

Bücher mit Gaspode

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